Einbrecher und Mietnomaden

Singapur ist sicher. Keine Frage. Nachts sind bei uns viele Fenster und die Balkontür geöffnet. Vor ein paar Tagen wurden wir aber dann von einem Eindringling überrascht, der es anscheinend auf unseren Fernseher abgesehen hatte:

IMG-20150927-WA0001

IMG-20150927-WA0002

Nachdem wir vor ein paar Monaten im MacRitchie Reservoir schon einmal eine Schlange gesehen haben, kam uns diese jetzt ein bisschen näher. Anscheinend handelt es sich um eine Paradise Tree Snake, die über den Baum vor unserem Balkon hoch- und dann über die Balkontür ins Wohnzimmer geschlichen ist. Damit sich der Kollege nicht allzu sehr breitmacht und nicht auch noch das Fernsehprogramm bestimmen möchte, musste dann Pest Control gerufen werden. Die haben die Natter dann eingefangen und werden sie angeblich in den Zoo bringen…

Auf deutsch heißen die Teile übrigens Schmuckbaumnattern. Sie sind zwar giftig, aber das Gift ist für den Menschen relativ ungefährlich. Die Schmuckbaumnattern heißen auch „fliegende Schlangen“, weil sie von Baum zu Baum gleiten können.

Hier ein sehr beeindruckendes Video:

 

Roooooaaaaarrrr! An evening at the Singapore GP

Dieses Wochenende ist Formel 1 in Singapur. Normalerweise mach ich mir aus diesem Sport nichts, aber wenn das Rennen hier in Singapur stattfindet, kommt man nicht so wirklich dran vorbei. Für den Freitag Abend habe ich uns dann relativ spontan zwei Tickets besorgt – einfach, um ein bisschen etwas von der Atmosphäre dieses Ereignisses mitzbekommen.

Ein Stadtrennen gibt es ja mit Monaco schon seit den 1950er Jahren, aber ein Nachtrennen in der Stadt ist dann schon irgendwie eine krasse Idee. Seit 2008 gibt es den Großen Preis von Singapur. Die ca. 5k lange Strecke führt mitten durch den Colonial District und die Marina Bay. Die Kulisse stimmt damit natürlich absolut – auch wenn der Haze (wir haben berichtet) dieses Jahr den Veranstaltern und auch den Fahrern im Vorfeld Kopfschmerzen verursacht hatte.

inarticle_singaporeskyline_323132

Noch schöner, wie zentral das hier veranstaltet wird sieht man auf dieser Google Maps-Karte (Vergleich in etwa: Vom Marienplatz über das Isartor und den Altstadtring über das Sendlinger Tor zum Stachus und dann über die Brienner Straße und den Odeonsplatz wieder zum Marienplatz. Coole Idee eigentlich…):

Unsere Karten waren „Zone 4 Walkabout“-Karten. Also Stehplatz. Auf der Karte unten ist das der grüne Bereich. Dieselben Karten hatten wir 2009 bei der zweiten Auflage des Grand Prix, als wir damals in Singapur im Urlaub waren.

map_4

Am Freitag Abend gab es dann ab 18 Uhr zwei Trainingseinheiten und dazwischen ein Qualifying vom Porsche Carrera Cup. Da müsste man sich natürlich dann ein bisschen auskennen und den Kommentator verfolgen. Wir sind einfach nur ein wenig gebummelt und haben uns treiben lassen. Ein paar Fotos haben wir geschossen, aber es ist wirklich schwierig, diese verflixten Formel 1-Autos zu erwischen:

DSC01474 (Large)

DSC01477 (Large)

IMG_20150918_190254 (Large)

P1040730 (Large)

P1040733 (Large) (Large)

DSC01450 (Large)

DSC01453 (Large)

DSC01471 (Large)

Im Vergleich zu 2008 ist uns vor allem aufgefallen, dass die Motoren nicht mehr so krass laut sind. Seit 2014 sind andere Motoren im Einsatz, was die „echten“ Fans bis heute wurmt. Ich muss allerdings sagen, dass der Sound heute deutlich angenehmer ist: Immer noch laut genug, um die Atmosphäre eines Autorennens zu transportieren, aber man muss jetzt nicht auch 300m abseits der Strecke noch mit Oropax rumlaufen wie damals.

Der Singapore GP ist dann auch sehr beliebt wegen seines Entertainment-Programms: Freitag war Pharrell Williams der Haupt-Act, Samstag Maroon 5 und am Renntag heizen dann die Opas von Bon Jovi dem Rennpublikum ein. Zwischen den zwei Trainings haben wir noch dem Konzert von Jimmy Cliff auf einer Nebenbühne gelauscht:

DSC01468 (Large)

DSC01462 (Large)

DSC01464 (Large)

Um 23:15 Uhr ging dann das Konzert von Pharrell Williams los. Ich bin zwar kein wirklicher Fan dieser Musik, aber das war schon eine sehr „groovige“ Sache.

DSC01494 (Large)

5299-690x437

10504-690x424

Alles in allem ein sehr netter Freitag Abend. Und für umgerechnet 42 EUR pro Karte ist dann das Preis-Leistungs-Verhältnis schon enorm. Wer allerdings heute beim Rennen am Schluss auf dem Treppchen steht, ist mir weiterhin egal…

O’zapft is! (Teil 2)

Da heute das Münchner Oktoberfest eröffnet worden ist, haben wir ein paar unserer deutschen Exil-Freunde eingeladen, um das Ereignis dahoam ebenso in Singapur zu feiern – mit Obazda, Brezn, Schweinebraten, Knödel, Krautsalat, Weißbier und Augustiner (OK, als Nachspeise gab’s selbstgemachtes Tiramisu, aber man kann ja nicht alles haben….). Hier ein paar Eindrücke:

DSC01506 (Large)

DSC01501 (Large)

DSC01502 (Large)

DSC01503 (Large)

DSC01504 (Large)

DSC01505 (Large)

Email-Benachrichtigung bei neuen Posts (2)

Wir haben mittlerweile festgestellt, dass das Schreiben von Blog-Artikeln inkl. der damit verbundenen Arbeit, die man mit Fotos und Videos hat, recht aufwendig ist und dass wir es daher immer nur sporadisch schaffen, etwas Neues zu veröffentlichen. Man muss sich wirklich ein bißchen dazu zwingen.

Daher wollen wir Euch nochmal unsere bereits vor ein paar Monaten kommunizierte Email-Benachrichtigungsfunktion ans Herz legen, damit Ihr nicht immer umsonst auf unsere Seiten surfen müsst. Wir haben auch schon eine ganz nette Schar wissbegieriger „Jünger“.

Für alle, die die Funktion noch nicht nutzen, hier nochmal eine kurze Anleitung:
1. Rechts unten im Blog findet Ihr dieses Fenster. Bitte tragt hier Eure Mailadresse ein und klickt auf „Anmelden“.

Email Notifications

2. Ihr bekommt dann per Email eine automatische Nachricht, die Ihr per Klick auf den darin enthaltenen Link bestätigen müsst. Bitte prüft, ob die Email nicht in Eurem Spam-Ordner gelandet ist.

3. Fertig! Nun erhaltet Ihr bei jedem neuen Beitrag eine Nachricht mit dem Link dorthin.

 

Selbstverständlich könnt Ihr euch von diesen Benachrichtigungen auch einfach wieder abmelden, wenn Ihr mit unserer journalistischen Qualität nicht mehr zufrieden seid. 🙂

German Supermarket

Wir gieren zwar immer noch nicht so nach deutschem Essen und deutschen Lebensmitteln und ich konnte auch auf meiner letzten Dienstreise nach München z.B. meine Vorräte an dunkler Schokolade mit 85%-Kakaoanteil (und daher vor Vroni sicher) auffüllen, aber heute sind wir dann doch einmal zum deutschen Supermarkt nach Bukit Timah gefahren.

IMG_20150321_123112

Ist eigentlich nicht wirklich weit von uns weg und z.B. ganz gut mit dem Bus zu erreichen.

Drinnen sieht es aus wie in einem Tante-Emma-Laden, der bis oben vollgestopft ist mit deutschen Markenprodukten, inkl. Tiefkühlkost, Kühlregal und einer kleinen, aber feinen Auswahl von Fleisch, Wurst und Käse. Alles in allem ist die Auswahl dann tatsächlich sehr ansehnlich.

Hier ein paar Eindrücke:

Frisches Brot…

IMG_20150321_125059

oder Brotbackmischung zum Selberbacken:

IMG_20150321_124350

Joghurt, Quark und sonstige Molkereiprodukte:

IMG_20150321_123904

Semmelbrösel, Kartoffelteig, Puddingpulver, etc.

IMG_20150321_123211

Senf & Co.

IMG_20150321_123307

eine kleine Haribo-Auswahl…

IMG_20150321_123947

und überproportional viele Oster-„Sauereien“…

IMG_20150321_124854

Nicht zuletzt bietet der German Market Place auch eine sehr anständige deutsche/bayerische Bierauswahl (inkl. alkoholfreiem Weißbier und witzigerweise gleich zwei Bieren aus Passau – Hacklberg und Innstadt):

IMG_20150321_123713

Wir haben dann entgegen unserer Vorsätze („Lass uns doch einfach nur mal reinschauen…“) doch insgesamt 120 SGD dortgelassen und unsere Vorräte aufgestockt. Die Rückfahrt mit 5 Tüten, Kind und Buggy haben wir dann im Taxi angetreten.

Für unseren Besuch gilt nun noch mehr als vorher: Das Nr.1-Mitbringsel aus Deutschland ist Alkohol in den erlaubten Mengen pro Person. Alles andere aus Deutschland kann man auch in Singapur zu mehr oder weniger fairen Preisen erwerben. Alkohol (egal in welcher Konzentration) ist dagegen unverschämt teuer.

In diesem Sinne: Prost!

Günstige Flüge

Wir waren in den letzten Wochen Blog-technisch eher weniger aktiv, was teilweise daran liegt, dass wir selbst so aktiv waren und daher wenig Zeit hatten, aber auch daran, dass unsere Tochter sehr aktiv ist und wir daher unsere gesamten Kraftreserven aktivieren müssen, um mit ihrer Aktivität mitzuhalten…

Deshalb hier auch nur ein kurzer Hinweis für alle, die den Winter in Deutschland gerade satt haben (ich konnte mich ja selbst gerade in München davon überzeugen, dass -11 Grad wirklich wehtun können, auch trotz Handschuhe und Mütze):

Es gibt zur Zeit vergleichsweise recht günstige Flüge, z.B. aktuell mit Singapore Airlines direkt ab München. So ein Direktflug kann zu anderen Zeiten auch deutlich über 1000 EUR kosten.

Unbenannt

Keine Ahnung, ob das an der Saison liegt oder am sinkenden Ölpreis. Das konkrete Angebot oben kann man noch bis Anfang März mit einem Reisedatum bis Ende Juni buchen.

Auch Lufthansa-Flüge ab Frankfurt oder via Zubringer aus München haben wir bereits für etwas mehr als 600 EUR gesehen (und hat Vroni vor ein paar Wochen gebucht). Meine Strategie ist z.B., dass ich mir von den einschlägigen Fluglinien (Singapore Airlines, Lufthansa, Emirates, Etihad, Qatar Airways, etc.) die E-Mail-Newsletter bestellt habe. Da ist manchmal auch ein Schnäppchen dabei. Und ich muss micht nicht auf den dicken Callmund verlassen…

Zur etwas detaillierteren Suche bieten sich diverse Webseiten bzw. Smartphone-Apps an, wie Swoodoo oder Skyscannner. Damit kann man dann die Reisezeit genau eingrenzen und diverse Filter setzen, z.B. wie oft man bereit ist, umzusteigen (mein Tipp: nicht mehr als 1x) oder wieviel Gesamtreisezeit man maximal bereit ist, zu investieren. Erfahrungsgemäß ist es am günstigsten, über die Golfstaaten zu fliegen. Wenn man dann noch ein paar Stunden Aufenthalt in Dubai in Kauf nimmt (die sollen da ganz nette Einkaufstempel haben, sagt man so landläufig), bekommt man richtig gute Schnäppchen. Und man stößt auf die eigentlich nicht sehr naheliegende Verbindung München-Helsinki-Singapur von Finnair. Ein absoluter Geheimtipp, v.a. bei Asiaten. Das für solche Asien-Verbindungen in Helsinki genutzte Flughagen-Terminal könnte auch in Shanghai stehen, hab ich mir sagen lassen…

Email-Benachrichtigung bei neuen Posts

Damit Ihr nicht immer unseren Blog ansurfen müsst, haben wir für Euch eine Email-Benachrichtigungsfunktion eingerichtet. Damit erhaltet Ihr eine Nachricht in Eurem Postfach, sobald ein neuer Artikel online ist.

Und so funktioniert es:

1. Rechts unten im Blog findet Ihr dieses Fenster. Bitte tragt hier Eure Mailadresse ein und klickt auf „Anmelden“.

Email Notifications

2. Ihr bekommt eine Nachricht, die Ihr per Klick auf den enthaltenen Link bestätigen müsst. Bitte prüft, ob sie nicht in Eurem Spam-Ordner gelandet ist.

3. Fertig! Nun erhaltet Ihr bei jedem neuen Post eine Nachricht mit dem Link zum Post.

Selbstverständlich könnt Ihr euch von diesen Benachrichtigungen auch einfach wieder abmelden.

Grünes Singapur Teil 1 – Stadt im Garten

Wir stellen manchmal fest, dass es über Singapur in Deutschland durchaus gewisse Wissenslücken bzw. Vorurteile gibt…

Zum Beispiel vergleichen viele Singapur mit Städten wie Shanghai oder Dubai und verbinden mit Singapur – ohne Shanghai und Dubai zu nahetreten zu wollen – viel Beton, „Moloch“, immensen Verkehr, Luftverschmutzung und wenig Grün, etc. Es ist ja sogar schon das Gerücht aufgekommen, dass Franziska in ihren ersten Lebensjahren gar keinen Baum zu Gesicht bekommen würde…

Gerade die Sache mit dem „grün“ stimmt so überhaupt nicht. Es gibt wahrscheinlich keine grünere Großstadt als Singapur. Das wurde auch vor kurzem bei Spiegel Online thematisiert – in der Rubrik „Satellitenbild der Woche„:

SatellitJPG

Das Grün hat hier einfach ziemlich gute Wachtumsbedingungen…

Und dann gibt es zum selben Thema eine ganz interessante TV-Dokumentation, die regelmäßig im deutschen Fernsehen wiederholt wird. Gerade erst wieder vor ein paar Tagen. Die Doku namens „Singapur – Stadt im Garten“ kann man derzeit in der ARD Mediathek abrufen:

SatellitJPG

Viel Spaß beim Informieren!

Rainy Season

Als wir Ende Oktober in Singapur angekommen sind, war es wettertechnisch so, wie wir es von Urlaub- und diversen Dienstreisen immer kannten: Tagsüber sonnig, dann auch relativ heiß und erst abends dann so angenehm warm, dass man nicht so arg schwitzen muss. Business as usual.

Jetzt aber befinden wir uns in der „Rainy Season“. Und es ist – was sich für deutsche Ohren tatsächlich ziemlich übertrieben anhört – doch spürbar „kühler“ und nach den teilweise heftigen Regengüssen (siehe Video am Ende dieses Beitrags) auch weniger schwül und feucht als z.B. in den uns bekannten Sommermonaten. Es regnet aktuell im Schnitt einmal pro Tag, manchmal auch mehrfach und entweder bleibt man dann in geschlossenen Räumen oder man stellt sicher, dass man einen vernünftig großen Regenschirm dabei hat. Ein Knirps ist dann meistens zu klein, weil die Soße an den Seiten des Schirms in Strömen herabrinnt. Size does matter…

Auf einer offiziellen Seite der Singapurischen Regierung habe ich interessanterweise folgendes gefunden:

What is the coldest temperature recorded in Singapore?

The lowest minimum temperature ever recorded in the month of December is 20.6 deg C ( on 2 Dec 1964), while the lowest temperature ever recorded (since record began in 1929) is 19.4 deg C (on 31 Jan 1934).

Cool weather over Singapore are caused by the following conditions :
i ) periods of cloudy to overcast weather accompanied by rain which blocks out the heat from the sun
ii ) season and prevailing wind

Usually the Northeast Monsoon months of December and January are the cooler months of the year with average highest temperature of 29..9 deg C as compared to 31.5 deg C in the months of April and May, and with average minimum temperature of 23.1 deg C in Dec and Jan as compared to 24.3 deg C in the months of April and May. The early part of the Northeast monsoon (months of December and January) is usually characterised by generally cloudy and windy conditions with rain periods lasting for 2 to 3 days at a stretch.

The cool north-east winds which blow over Singapore during this time of the year originate from the cold winter conditions of the interior of the Asian continent.

Temperaturen unter 25 Grad haben wir zwar noch nicht erlebt (Global Warming everywhere), aber trotzdem genießen wir diese Zeit und hoffen, dass es auch im Januar noch so bleibt. Schwitzen tun wir so auch schon genug…

Hier mal ein von unserem Balkon aus gedrehtes Video. Ich würde sagen, das war ein „normaler“ Regenschauer. Zum Glück gehen diese Schauer aber eigentlich (im Normalfall) auch immer recht schnell wieder vorbei und das Regenwetter ist nicht – wie daheim – mit Temperaturstürzen und langandauernden Schlechtwetterperioden verbunden:

<a href="http://youtu.be/TXCi0QT-Bpw" target="_blank">http://youtu.be/TXCi0QT-Bpw</a>

Meine Kolleginnen in der Arbeit sagen an so richtig verregneten Tagen dann so Sachen wie „I like this kind of weather!“. In Deutschland würde man das nie hören. Die Begründung ist aber auch einleuchtend: „We know that the sun’s gonna come back again soon“.

Recht haben’s.