Home Leave

Bam, bam, bam – wir fahren wieder ham!

IMG_20160717_085531

Vom 30. Juli bis 13. August (Papa) bzw. 19. August (Mama und Franzi) sind wir wieder auf Heimaturlaub in Deutschland.

Wer sich mal treffen möchte, meldet sich

Veronika: 0173-3686359
Stefan: 0176-22003420

Bis bald!

Mal wieder richtig rennradln…

Meine (bzw. seit Vronis Wiedereinstieg im Dezember „unsere“) Rennradtouren in Singapur sind relativ monoton: Während der Woche morgens und am Sonntag geht’s entgegen dem Uhrzeigersinn nach Westen, am Samstag wird im Uhrzeigersinn nach Osten zur East Coast gefahren. Die Strecken sind fast immer dieselben. Auf einer Insel, die von Ost nach West 43km und von Nord nach Süd 23km misst, und wo der Verkehr auch nicht gerade mit dem ländlichen Niederbayern zu vergleichen ist, ist das auch nicht allzu verwunderlich. Trotzdem macht es uns immer noch viel Spaß, uns vor allem am Samstag Morgen noch vor dem Frühstück ein bisschen auszupowern.

Hin und wieder muss man aber dann doch mal wieder „richtig“ Rennrad fahren: Ohne Ampeln, richtige Berge und saubere Abfahrten. Daher bin ich am letzten Wochenende nach Thailand, genauer gesagt nach Chiang Mai im Norden Thailands geflogen. Mit drei von meinen Fahrradkumpeln haben wir dort zwei Tagestouren bei einem in Asien sehr renommierten Radreiseanbieter gebucht.

Das schöne an Chiang Mai ist, dass es neben veritablen Bergen auch ein im Vergleich zu Singapur angenehmeres Klima gibt.

Chiang Mai

Ende Januar ist man noch in der „Dry/Cool Season“, also quasi im Winter. Zwar ist es auch tagsüber heiß, aber mit einer viel trockeneren Hitze. Nachts gehen die Temperaturen dann runter bis 15 Grad und morgens ist es so richtig schön frisch. In den Bergen kann es auch tagsüber unter 20 Grad haben. Als Abwechslung zum immergleichen Singapur-Wetter schon sehr nett.

Wir sind dann mit unseren Leihbikes, einem Guide und einem Begleitfahrzeug am ersten Tag ca. 80km rund um Chiang Mai gefahren. Zwar waren bei den „rolling hills“ auch einige knackige Anstiege dabei, aber vor allem die Landschaft und das „Durchatmen“ haben mir an diesem ersten Tag den ein oder anderen Jauchzer entlockt.

Chiang Mai 01.02.16_015 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_023 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_046 (Large)

Zum Mittagessen gab’s dann eine Auswahl feinster Thai-Gerichte und drei sensationelle Kuchen (mein Favorit war der Coconut Cake):

Chiang Mai 01.02.16_048 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_050 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_051 (Large)

Der Verkehr in Thailand war ganz angenehm. Die Autofahrer vergleichsweise rücksichtsvoll. Nur diese Rowdies mit ihren Elefanten sind immer ein Ärgernis! 🙂

Chiang Mai 01.02.16_052 (Large)

Am Tag 2 war dann Schluss mit Kindergarten und wir sind auf den Doi Inthanon gefahren, den mit 2.565m höchsten Berg Thailands. Manche sagen, dass der Doi Inthanon zu den 10 anspruchsvollsten Anstiegen ganz Asiens zählt. Sogar mit dem Tour de France-Anstieg nach Alpe d’Huez wird er verglichen – mit dem Hinweis, dass die steilsten Stellen deutlich länger sind als beim Anstieg in den französischen Alpen.

Inthanon-Alpe-dHuez-Comparison
In der Tat ging es dann auch nach leichtem Einrollen schlappe 35km nur bergauf. Insgesamt 2.200 Höhenmeter mussten überwunden werden. Derjenige, der in Singapur zu Trainingswecken nur den 105m hohen Mount Faber zur Verfügung hat, kommt da schnell an seine Grenzen. Aber zum Schluss haben wir es dann alle geschafft. Oben hatte es dann sportliche 17 Grad Lufttemperatur.

Chiang Mai 01.02.16_082 - Kopie (Large)

Chiang Mai 01.02.16_083 - Kopie (Large)

Chiang Mai 01.02.16_089 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_093 (Large)

Chiang Mai 01.02.16_103 (Large)

Alles in allem eine sehr schöne Tour und wieder mal hat Thailand mit seiner Mischung aus Landschaft, Essen und Gastfreundlichkeit überzeugt…

 

Weihnachten und Neujahr auf Koh Samui

Da wir ja dieses Weihnachten beschlossen haben, uns den Heimflug in die Kälte zu schenken (wobei, so kalt war es ja anscheinend gar nicht), haben wir nach einem Alternativziel gesucht. Unsere österreichischen Freunde, ebenfalls mit Kleinkind, haben sich gerne angeschlossen und nach einiger Suche (denn Weihnachten ist es auch hier nicht günstig, zu verreisen), ist unsere Wahl auf Koh Samui gefallen und wir haben uns dort für eine Woche ab dem 1. Weihnachtsfeiertag in einem Ferienhaus einquartiert. Koh Samui hat eine recht komfortable Anreise mit wenig Transferzeit und unser Apartment war auch nicht weit weg vom Flughafen.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_019 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_067 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_059 (Large)Relax! Ein seltenes Bild.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_041 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_082 (Large)Franzi etwas skeptisch – aber auf dem Arm von Papa kann man sich schon reinwagen

Urlaub Koh Samui 01.01.16_036 (Large)Kinderarbeit, in Thailand leider keine Seltenheit

Urlaub Koh Samui 01.01.16_087 (Large)Anstrengend ist das alles!

Wir waren noch nicht auf Koh Samui und haben in diesem Urlaub auch nicht sehr viel von der Insel gesehen – der übliche Tagesablauf: Frühstück, Strand, Pool, Mittagessen, Naptime für Klein und Groß, Strand, Abendessen, Bettigehen und danach noch ein bisschen „Erwachsenenabend“. Unsere Freunde haben ihre Maid mitgenommen, was natürlich in einem Ferienhaus sehr praktisch ist, weil sie sich ein bisschen um die Küche gekümmert hat und vor allem abends auf die Kinder aufgepasst hat. Unser Haus lag ein wenig ab vom Schuss, aber einige Restaurants (sogar sehr nette, die wir allerdings erst etwas spät entdeckt haben) und ein Supermarkt waren in der Nähe. Der Strand war sehr schön ruhig und für die Kleinen gut geeignet, wobei Franzi immer noch kein wirklicher Sand-Fan ist. Vielleicht kommt das ja noch.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_093 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_068 (Large)Wer hat die Kokosnuss geklaut?!

Etwas negativ (dafür kann Koh Samui aber nichts) war nur, dass ich und Franzi krank geworden sind. Ich habe die Erkältung schon aus Singapur mitgebracht und Franzi hat dann auch einen Tag lang Fieber gehabt und gehustet. Richtig schlimm war es nicht, aber meine Urlaubsstimmung hat es doch getrübt!

Stefan und Carola haben aber dann noch einen Tauch-Trip unternommen (die haben also mehr gesehen) und ich war auch nochmal auf einem Erkundungsspaziergang in der nächstgrößeren Stadt.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_029

Urlaub Koh Samui 01.01.16_024

Außerdem haben wir einen netten Abend im Fisherman’s Village, einer Strandpromenade mit Kneipen und Shops (aber recht angenehm) verbracht, bei dem sogar die Kids dabei waren und sich verhältnismäßig gut betragen haben.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_049 (Large)Mango Sticky Rice – the best!! Riesenportion mit einer ganzen Mango drauf.

Urlaub Koh Samui 01.01.16_008 (Large)Nochmal Sticky Rice in der scharfen Variante mit BBQ Chicken Wings und Mango Salat

Urlaub Koh Samui 01.01.16_072 (Large)Zwei Tage vor Abflug haben wir dann auch die gute Kaffeebude gefunden… davor waren wir mit Koffein gefährlich unterversorgt!

Urlaub Koh Samui 01.01.16_078 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_018 (Large)

Urlaub Koh Samui 01.01.16_076 (Large)Sunshine, Baby.

Silvester haben wir auch entspannt mit einem großen Thaifood-Gelage, diversen Cocktails und Beobachten von Feuerwerk aus der Ferne verbracht… Man wird ja älter und die Mäuse sind trotz Neujahr um 6 wach… hätte man sich früher auch nicht vorstellen können.

Alles in allem eine supertolle Woche und wenn man sich in Koh Samui nicht die großen Resorts aussucht, gibt es auch genug „echtes“ Thailand.

Jahresrückblick 2015

Nun ist es ja bereits einige Zeit her seit meinem letzten Blogeintrag – seitdem hat sich einiges getan. Das Jahr ist wie im Flug vergangen, was wohl auch an der fehlenden Orientierung durch Jahreszeiten liegt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist hier fast gleich 😉

Zunächst mal zum unbestrittenen Hauptdarsteller in unserem Leben – Franzi hat sich dieses Jahr vom Baby zum Kleinkind „ausgewachsen“ und mittlerweile ist nichts mehr vor ihr sicher. Kaum zu glauben, letztes Weihnachten war sie noch ein Krabbelkind! Gut, dass wir keinen Christbaum haben, denn das wäre wahrscheinlich etwas nervenaufreibend. Sie klettert sogar über Kinderschutzgitter und ihr Bettgitter, welches wir dann aus Sicherheitsgründen abmontiert haben. Tagsüber schlafen ist auch nicht ihr Ding, der Mittagsschlaf dauert gerade noch eine bis anderthalb Stunden. Dafür geht sie abends aber auch bereitwillig ins Bett und schläft bis morgens durch. Momentan sind wir meistens vormittags auf einem Spielplatz, nachmittags im Pool oder bei einem sog. Playdate. Ab Februar nächsten Jahres wird sie halbtags einen Montessori-Kindergarten besuchen und dort in der Playgroup hoffentlich nette Spielkameraden haben.

DSC01106

DSC01202

Dann gab es ja im Februar auch noch einen weiteren „Neuzugang“ in unserer Familie. Beth (Elizabeth) unterstützt uns im Haushalt und passt auf Franzi auf – wir haben mit ihr rückblickend wirklich großes Glück gehabt und sind froh, dass sie bei uns wohnt. Sie ist 49 Jahre jung, kommt von den Philippinen und wir verstehen uns richtig gut mit ihr. Wir haben ja gezielt nach jemand mit mehr Erfahrung (v.a. mit kleinen Kindern) gesucht und man merkt, dass sie Spaß mit Franzi hat. Für Franzi ist sie eine dritte Bezugsperson, wenn die Mama aus dem Haus geht, gibt es beispielsweise keine Tränen. Es ist natürlich auch vor allem aus deutscher Sicht ein wahnsinniger Luxus, so viel Hilfe zu haben und wir versuchen, uns dessen immer bewusst zu sein.

Stefan hat ja hier schon mehrfach von seinen Biketouren in Singapur berichtet. Mittlerweile hat er hier auch keine „Me-Time“ mehr, denn ich habe seit ein paar Wochen nun auch ein neues Rennrad und bin schon ein paar Mal mitgefahren. Und es macht tatsächlich viel Spaß und die Bike-Gang ist auch sehr nett. Eine gute Gelegenheit, was „ohne Kind“ zu unternehmen und neue Ecken von Singapur zu erkunden.

IMG_20150228_080145

Bei mir hat es ja trotz intensiver Bemühungen bisher nicht mit einem lokalen Job geklappt, was auf Dauer relativ frustrierend war. Allerdings habe ich nun auch in eine andere Richtung weiter gearbeitet und ein eigenes kleines Unternehmen gegründet – www.sundaykids.sg. Unter diesem Label stelle ich mit Hilfe von zwei Singapurer Damen Kinderwagenauflagen und -Accessoires her, das ist in Singapur meiner Meinung nach eine Marktlücke, da die Kids im Kinderwagen viel schwitzen und die Auflagen der Kinderwagen-Hersteller aus Synthetikstoffen und schlecht waschbar sind. Zusätzlich sind meine Auflagen natürlich auch noch ein Hingucker 😉 Das Business läuft erst seit Oktober und die ersten Monate waren recht vielversprechend, vielleicht ist das also durchaus eine Alternative und außerdem bleibt immer noch Zeit für Ausflüge mit Franzi, denn gearbeitet werden kann auch, wenn sie schon im Bett ist.

Schaut doch mal auf meiner Webseite vorbei, meinem Etsy-Shop oder auf meiner Sunday Kids-Facebook-Seite. Vielleicht verkaufe ich auch bald über die in Deutschland bekanntere Plattform Dawanda, um die deutsche Kundschaft besser zu bedienen.

Sunday Kids Final-Logo-Color_03

_MG_5528_work

Dann hatten wir dieses Jahr auch noch einige Besuche – Stefans Vater, meine Mutter mit meiner Patentante, mein Vater und Regina, Stefans Cousin und einige weitere Freunde waren bei uns, was uns die Gelegenheit gegeben hat, weitere Attraktionen von Singapur zu erkunden und unsere neue Heimat „herzuzeigen“.

P1040640

DSC01314

P1040834

Und im Januar und August waren wir auch in Deutschland – krasse temperaturmäßige Gegensätze, im Januar bei ziemlichen Minusgraden und im August bei ähnlich heißem Wetter wie in Singapur. Den Home Leave im August haben wir sehr genossen – es war fast so, als wären wir nie weggegangen und wir hätten geradewegs in unsere Wohnung in der Steinstraße zurückfahren können.

IMG_20150203_155411 (Large)

DSC01406

DSC00863

Im Herbst gab es dann noch den sogenannten „Haze“, giftigen Rauch durch die Brandrodung von Wald- und Sumpfgebieten in Indonesien, der dieses Jahr besonders schlimm war und über zwei Monate ganz Südostasien geplagt hat. Wir hoffen, dass das nun mit der Regenzeit erledigt ist und dass die Feuer dort unten nicht wieder aufflammen, was die Medien allerdings bereits vorausgesagt haben.

Ansonsten seid Ihr ja durch den Blog einigermaßen auf dem Laufenden, was hier das Jahr über so passiert ist. Unsere Weihnachtsfotos von der Orchard Road sind auch online – so ist Weihnachten eben hier, ein Mix aus Kitsch und Konsum, wie eigentlich überall 😉 Heute werden wir noch ins Krippenspiel mit Franzi gehen, danach gibt es dann das traditionelle Weihnachtsessen von meiner Oma (Sauerkraut und Würstl mit Erbsenpüree), Geschenke und eine Skype-Runde mit den Großeltern. Morgen fliegen wir dann ganz untraditionell nach Koh Samui mit Freunden und deren gleichaltriger Tochter und werden dort noch die restlichen Feiertage und Silvester unter Palmen verbringen.

Auf ein ebenso ereignisreiches Jahr 2016!

Eure Vroni (mit Stefan und Franzi)

Home Leave

ich-bin-dann-mal-weg-0022

Auf Heimaturlaub bei den Großeltern in Deutschland! München/Taufkirchen, Kenzingen und Oberschneiding. Von morgen bis Mitte August. Ganze 3 Wochen.

Wer sich mal mit mir treffen möchte, kann meine Eltern ja mal spontan anrufen:

Mama: 0173-3686359
Papa: 0176-22003420

Oder Ihr chattet die einfach auf Whatsapp an. Die starren eh den ganzen Tag in ihre Smartphones…

Also, schönen Urlaub!

IMG-20150630-WA0002

Eure Franzi

PADI Open Water Diver

Als wir kürzlich bei unserem langen Wochenende auf Bali nach langer Zeit mal wieder beim Schnorcheln waren (wo wir mit den Mantarochen geschwommen sind) und ich mich auf der Bootsfahrt lange mit einem Typen unterhalten habe, der schon seit über 20 Jahren taucht, haben wir beschlossen, uns mal hinsichtlich Tauchschein zu informieren. Da kommt vor allem der PADI Open Water Diver in Frage, mit dem man dann überhaupt sich Ausrüstung leihen und bis zu einer Tiefe von 18m tauchen darf.

Das bietet sich natürlich an, da wir mit Singapur sehr nahe bei sehr guten Tauchspots wohnen (Bali, Lombok, Thailand, Malaysia, etc.) und Tauchen sowieso auf der Liste stand, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht, meinen Spezl Tim noch gefragt und haben uns spontan bei einer der zahlreichen PADI-Tauschschulen in Singapur angemeldet. Bei Marlin Divers, die mir von einem Fahrrad-Bekannten empfohlen wurden. Das Programm sollte wie folgt aussehen:

  1. Theorie pauken (am besten online über ein eLearning oder eine Tablet-App)
  2. eine Poolsession (zum Erlernen der wichtigsten Techniken und Vorbereitungen der Drills, die man dann im „richtigen“ Wasser macht
  3. 2×2 Tauchgänge im offenen Wasser

Die Theorie hat dann auch mehr Aufwand gekostet als vorher gedacht, aber insgesamt ist es schon sehr wichtig, dass man über die ganzen Fakten Bescheid weiß. So ganz easy ist das alles am Anfang nicht.

Die Pool-Session am Mittwoch Abend musst ich dann mit meinem „Buddy“ Tim alleine machen, da Vroni wegen akuter Erkältung ausgefallen war und wir ja in der Theorie gelernt hatten, dass man mit Erkältung auf keinen Fall tauchen darf. (Leider hatte sich dann bei Vroni herausgestellt, dass sie wegen ihres allergischen Asthmas besser doch nicht tauchen sollte. Zwei Ärzte haben das nach speziellen Salzwasser-Reaktionstests nochmal bestätigt, worauf sie schweren Herzens das Thema jetzt erst mal an den Nagel gehängt hat. Sicherheit geht vor. Und man will unter Wasser wahrscheinlich wirklich keinen Asthmaanfall bekommen…)

Zwar hatte man uns vorher gesagt, dass viele ihre ersten Atemzüge unter Wasser nie vergessen werden, das Hochgefühl hat sich da aber bei mir noch nicht eingestellt. Ich war zu beschäftigt mit dem ganzen Equipment (BCD, First Stage, Regulator, Alternate Air, SPG, etc. – im Anschluss habe ich mich mal online auf einer deutschen Tauchshop-Webseite schlaugemacht und da heißt natürlich alles wieder ganz anders, sehr verwirrend…).

Unsere Open Water-Tauchgänge am Wochenende (Samstag und Sonntag) wurden ganz komfortabel auf Pulau Hantu durchgeführt. Das ist eine kleine Insel vor Singapur, die man in 20min mit dem Boot gut erreicht.

Zwar ist das von der Unterwasser-Sichtweite kein Vergleich mit den glasklaren Gewässern anderer Reviere, aber anscheinend gibt es dort auch recht viel Unterwasserleben zu sehen. Das Wasser ist trotz des Schifffahrtsverkehrs und der Nähe zu diversen Ölraffinerie-Inseln auch nicht wirklich dreckig, sondern enthält einfach viel Plankton und der Boden besteht aus sehr feinem Sand, was beides die Sicht etwas trübt. Egal, denn es geht bei den Open Water Dives ja auch nicht ausschließlich um den Genuss, sondern darum, dass man etwas lernt und die verschiedenen Drills meistert.

Auch beim Tauchen gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Um kurz nach 7 Uhr morgen haben wir uns schon am Yachthafen getroffen.

20150530_080456 (Large)

DSC00993 (Large)

Nach dem dann die Ausrüstung gecheckt und sicher verstaut wurde, gab’s die ersten Einweisungen unserer Tauchlehrerin E Lin.

DSC01009 (Large)

20150530_084641 (Large)

DSC00997 (Large)

DSC00995 (Large)

DSC00994 (Large)

Bei der Fahrt nach Hantu muss man dann erst mal am Containerhafen vorbei und kreuzt eine sehr stark befahrene Schifffahrtsstraße.

DSC00998 (Large)

DSC01000

Pulau Hantu selbst ist dann eigentlich ganz schön. Auf der einen Seite hat man die Insel…

DSC01002 (Large)

… auf der anderen Seite (keine 500m entfernt) Pulau Bukom, eine Insel, die komplett von der Firma Shell in Beschlag genommen ist.

DSC01014 (Large)

Dann ging’s ans Tauchen und das war dann ähnlich wie im Pool erstmal sehr „technisch“ und weniger „Spaß“, wobei ich es nach anfänglicher Eingewöhnung dann durchaus genossen habe. Mittagspause haben wir dann auf der Insel gemacht. Eigentlich sehr nett dort…

20150530_085401 (Large)

DSC01010 (Large)

DSC01011 (Large)

Und nach den zwei Tauchtagen darf ich mich nun Open Water Diver nennen und in die Unterwasserwelt eintauchen. Meine PADI-Card ist bereits unterwegs. Im nächsten Urlaub in der Region wird auf alle Fälle getaucht! Und Vroni unterstützt mich als Buddy an Land oder auf dem Boot (die Theorie hat sie ja inkl. der Tests schon abgelegt) bzw. schnorchelt halt einfach nur…

url

 

Schlaflos auf Bali

Eine hier beim Pool-Smalltalk gern gestellte Frage ist ja diejenige nach den anstehenden Urlaubs- und Wochenendtrips. Bisher haben wir uns von der Insel ja noch nicht sehr häufig wegbewegt, nun sind wir aber mit unserem Besuch aus Kenzingen für einige Tage nach Bali geflogen.

IMG_20150508_113050

Leider hatten wir zur Unterhaltung auf dem Flug kein iPad für Franzi dabei (Rabeneltern!). Aber sie hat sich auch so beschäftigt. Das zukünftige Zahlengenie…?

Unser Resort in Sanur war keine besonders große Anlage und im traditionellen balinesischen Stil mit viel Holz, Bambus und Kunsthandwerk gehalten. Besonders gut hat uns der Garten mit den zahlreichen Statuen gefallen.

DSC00949

IMG_20150511_171724

IMG_20150508_150913

IMG_20150508_151107

Der Strand war zwar schön zum Anschauen, zum Baden allerdings eher ungeeignet wie anscheinend fast überall in Bali (leider nicht so sauber, obwohl unser Abschnitt täglich gereinigt wurde, und viel zu flach zum Schwimmen). Zum Herumrennen im Sand aber bestens geeignet…

DSC00969

IMG_20150508_154039

Die Babyprinzessin in ihrem Hochstuhl-Thron. Balinesen lieben Babys und sie wurde ordentlich verhätschelt! Allerdings hat sie sich standhaft gegen das Hotelbettchen geweigert und ihr Schlafbedürfnis auf Bali drastisch reduziert, deshalb war dieser Urlaub für die Eltern nicht so besonders erholsam. Allerdings hatten wir zum Glück ja die Großeltern dabei, die netterweise mal einen Tag übernommen haben.

Und so hatten wir auch Zeit für einen richtig tollen Schnorcheltrip, bei dem wir sogar die beeindruckenden Mantarochen aus nächster Nähe gesehen haben (was beim Schnorcheln wohl sehr selten ist). Unter anderem hat es uns dazu gebracht, mal das Thema Tauchkurs anzugehen, doch dazu an anderer Stelle später mehr.

DSC00966

DSC00965

Diese haben wir auch mit Stefans neuer GoPro Kamera als Video festgehalten:

Bali, wir kommen bestimmt wieder!

Mountain Joy with the JoyRiders

Die meisten Eigenschaften von Singapur waren uns eigentlich von vornherein bekannt. Natürlich ist vieles, was man nur als Tourist und von Dienstreisen kennt, dann etwas anderes, wenn man dauerhaft hier lebt. Aber im wesentlichen waren da keine großen Überraschungen dabei.

Eine der für mich positivsten Überraschungen ist allerdings das Rennradfahren. Da ich in der Arbeit und als Familienvater recht eingespannt bin, bin ich leider mittlerweile zum „Weekend Warrior“ geworden und schaffe aktuell nur Wochenend-Sporteinheiten. Jeden Samstag bin ich um 6:20 Uhr mit meinen Buddies vom „Soul Train“ unterwegs, sonntags um 6:00 Uhr mach ich „Hill Climbing“ mit Rudi und Chor Yong. Seit Januar bin ich so schon mehr als 2.500km durch Singapur geradelt…

Vor allem die Samstags-Ausfahrt macht mir wahnsinnig viel Spaß und ich freue mich spätestens ab Mittwoch darauf. Da treffe ich immer diesselbe Truppe von Leuten, eine bunte Mischung aus Expats und Singapurern. Der Start ist vergleichsweise spät (alternativ könnte ich um 5:20 Uhr starten oder mich sogar schon mit ein paar Freaks um 4:40 Uhr zum „Warm-Up“ treffen), ich kriege immer eine Prise Meerluft von der East Coast ab und der Ride endet dann im East Coast Lagoon Food Center, wo ich mir dann meistens eine Kokosnuss, eine Sojamilch und einen Lime Juice reinpfeife. Von dort sind es dann noch 15km lockeres Heimfahren, so dass ich in Summe an einem Samstag auf schlappe 85km Distanz komme. Und auf Grund des frühen Starts hat man dann – leicht geschafft natürlich – den ganzen Tag noch vor sich.

Meistens fahren dann pro Ride so ca. 30 Biker im Pulk (man kommt sich vor wie im Peloton der Tour de France) über Singapurs Straßen.

1545215_10204148956659555_2072842934354245228_n

Wie überall auf der Welt gibt es dann natürlich auch den einen oder anderen Zwist mit den Autofahrern, die sowas natürlich überhaupt nicht verstehen können. Die Ansicht, dass Fahrradfahrer nicht auf die Straße gehören (weil sie ja auch keine Road Tax und für kein Certificate of Entitlement COE bezahlen) ist tatsächlich sehr weit verbreitet. Auf Facebook liest man dann auch hin und wieder mal einen Kommentar à la „Die würde ich gerne mal runterschubsen von der Straße, damit sie ihre Lektion lernen“, aber zum Glück ist nichts passiert.

Da Singapurer auch sehr technik-affin sind, werden beim Biken dann auch hin und wieder die Smartphones gezückt und Fotos bzw. Videos geschossen, die dann zu Hause auf dem PC zu kleinen Kunstwerken zusammengebaut werden:

Sonntags mach ich dann meistens „Hill Climbing“. Da radeln wir uns erst ca. 40km ein und dann werden die wenigen und eigentlich lächerlichen Hügelchen der Insel erklommen: Rifle Range, Bukit Chandu, die Gegend um die National University of Singapore (NUS), Telok Blangah Hill und Mount Faber, der mit seinen knapp 100m über Meereshöhe in dem Sinne kein „Berg“ ist, aber halt so heißt.

Das Hill Climbing hat man erst vor ca. einem Jahr eingeführt, um für die größeren Berge zu trainieren. Solche größeren Berge befinden sich dann in Malaysia, wo man durchaus die 1.500m-Grenze mit dem Rennrad überschreiten kann. Wenn’s um die Berghöhe an sich geht, gibt es in Westmalaysia bzw. der Halbinsel von Malaysia (wo Singapur praktisch den Südzipfel bildet) die höchste Erhebung mit knapp 2.200m, den Gunung (=Mount) Chamat. Im östlichen Teil Malaysias, was allerdings von Singapur aus recht weit entfernt ist, kann man dann auf dem Gunung Kinabalu sogar über 4.000m kraxeln. Dort gibt es dann auch den höchsten Klettersteig der Welt auf über 3.500m Meereshöhe.

Ende April hatte ich dann zum ersten Mal das Vergnügen, mal einen höheren Berg als den Mount Faber zu erstrampeln. An einem Freitag um 5 Uhr morgen haben ca. 25 Fahrradfreunde aus aller Welt (neben den Singapurer waren die Holländer komischerweise zweitstärkste Fraktion) einen Doppeldeckerbus bestiegen: unten wurden die Fahrräder verstaut, oben konnte man es sich dann bequem machen für die ca. 5-stündige Fahrt nach Kuala Lumpur, von wo wir nach einem Nasi Lemak-Mittagessen und kurzer Anverdauung dann zur ersten (kürzeren) von 3 Tagestouren (mit teilweise recht knackigen Anstiegen) aufgebrochen sind.

Hier ein paar Impressionen. (Wie immer beim Rennradfahren ist die Geschwindigkeit so hoch, dass man eigentlich keine vernünftigen Fotos schießen kann. Leider.)

DSC00869 (Large)

DSC00867 (Large)

DSC00858 (Large)

DSC00857 (Large)

DSC00853 (Large)

IMG_20150425_110903 (Large)

IMG_20150425_092911 (Large)

IMG_20150425_075443 (Large) DSC00845 (Large)

Home Visit

Manchmal werden wir ja gefragt, ob wir Deutschland sehr vermissen. Außerdem haben wir viele Schnee- und Weihnachtsbaumfotos geschickt bekommen. Also haben wir uns diese Frage während zweier hauptsächlich erbärmlich kalter Februarwochen daheim nochmal gestellt…

Natürlich ist Skype nie das Gleiche, wie mal schnell bei den Großeltern vorbeizufahren. Und wenn daheim was passiert, dann ist die Entfernung auf einmal doch groß. Aber über das Wetter und das Essen muss man jetzt auch mal sagen: Nein, das fehlt uns nicht wirklich, vor allem weil es hier so viele andere leckere Sachen gibt. Und Käse und Wurst schmecken schon gut, aber man bekommt das hier auch, wenn es unbedingt sein muss. Und der Schnee… ist hübsch anzuschauen, aber morgens um 7 an der S-Bahnstation freut er einen dann nicht unbedingt, wenn die Bahn ausfällt. (Klar mag mancher berechtigterweise sagen, dass Dauerschwitzen auch nicht so toll ist. Vor allem, da es momentan wirklich heißer wird. Und die eine oder andere Schneeschuhtour würde uns auch Spaß machen).

Was wohl Franzi über ihrem ersten Trip in den kalten Winter sagt?

IMG_20150130_142542 (Large)

„Anscheinend haben Mama und Papa Großes vor. Das letzte Mal, als sie so hektisch gepackt haben, durfte ich in ein riesiges Ding, das sie Flugzeug nennen, steigen und dann waren wir ziemlich lang unterwegs. Es lässt sich darin aber ganz gut schlafen! Bis es soweit ist, räume ich noch ein bisschen den Koffer um. Die haben ohnehin immer zuviel dabei.“

P1040573 (Large)

„Endlich ist das vorbei! Die waren aber auch ganz schön aufgeregt, als sie den Anschlussflug verpasst haben. Aber jetzt sind wir ja bei Oma und Opa, und die sind ganz verrückt nach mir! Daran könnte man sich gewöhnen!“

IMG_20150206_080840 (Large)

„Außerdem haben sie mir eine riesige Sammlung Gläschen gekauft. Mal sehen, ob das gegen Mamas selbstgekochtes Essen ankommt. Hoffentlich gibt es bald was zwischen die Zähne!“

IMG_20150203_155411 (Large)

„Mama findet es ja total witzig, mir hier haufenweise Klamotten anzuziehen. Dabei rutsche ich doch so gern nackig oder nur mit einer Windel herum. Aus Protest schreie ich dann eben ein bisschen oder drehe mich so lange auf dem Wickeltisch, bis sie es aufgibt. Hier bin ich vor lauter Erschöpfung eingeschlafen. Das ist auch gut so, denn ich hasse nichts mehr als Mützen und sie sagen, hier muss ich eine tragen! Allerdings ist es aber auch wirklich kalt hier und dieses weiße Zeug, das sie Schnee nennen – was soll man denn damit anfangen?“

IMG_20150213_103557 (Large)

„Dann sind wir noch ziemlich lange mit dem Zug gefahren. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte sogar einen Sitz für mich und Mamas Handtasche durfte ich auch ausgiebig untersuchen. Sie hatte auch viel Spielzeug dabei, das finde ich im Vergleich dazu aber eigentlich recht langweilig.“

IMG_20150209_192641 (Large)

IMG_20150210_132453 (Large)

„Bei meinem anderen Opa durfte ich auch das ganze Haus erkunden und sogar beim Kochen mithelfen, indem ich immer die passenden Plastikschüsseln herausgeräumt habe. Außerdem durfte ich das Essen der Großen mitessen. Hier war es auch nicht so furchtbar kalt!“

IMG_20150212_171315 (Large)

„Dann haben wir noch eine Babykollegin besucht, die erst kürzlich zur Welt gekommen ist. Sie macht sich schon sehr ordentlich und hat genau wie ich ihre Mama ganz im Griff! Respekt, Schwester!“

IMG_20150214_193053

„Jetzt geht es leider schon wieder zurück. Danach bin ich erstmal wieder ein paar Tage groggy, weil es irgendwie viel zu früh dunkel wird. Ich freue mich jetzt schon auf den Pool und darauf, diese ganzen Klamotten loszuwerden!“

Staycation im Marina Bay Sands

Wahrzeichen, Landmark, Must-See, Hotel der Superlative, spektakulär, Rekord-Infinity-Pool … das alles hört, liest und sieht man vom Marina Bay Sands Hotel (im abkürzungsaffinen Singapur kurz „MBS“ genannt).

800px-Marina_Bay_Sands_in_the_evening_-_20101120

url (Large)
Hier ein paar „Stats“:

  • 55 Stockwerke
  • über 2500 Zimmer
  • mit 146m längster Infinity-Pool seiner Art
  • mit 191m Höhe höchster Hotelpool der Welt
  • teuerste alleinstehende Kasinoanlage der Welt im Keller des Hauses
  • Baukosten (inkl. Grundstückserwerbkosten) von ca. 5 Mrd EUR

Vor allem der Pool schafft es immer wieder in die Medien und daher war ich natürlich auch sehr „scharf“ darauf, dort mal eine Bahn zu schwimmen. Bisherige Versuche, über Bekannte, die im Hotel genächtigt hatten, zum Pool hoch zu kommen, sind immer gescheitert. Man ist mittlerweile sehr restriktiv beim Einlass, was Nicht-Hotelgäste betrifft.

Daher traf es sich umso besser, dass mir Vroni eine Nacht im MBS als Geburtstagsgeschenk geschenkt hatte. Dieses haben wir dann Ende Januar eingelöst.

Von unserer holländischen Nachbarin Marielle, die bei booking.com arbeitet, haben wir erfahren, dass man sowas im Fachterminus „Staycation“ nennt (Mischung aus „stay“ und „vacation“ – was sich ja eigentlich gegenseitig ausschließt). Das bedeutet quasi: Urlaub daheim, in seiner eigenen Stadt, ohne großen Anreisestress, aber doch ein Ausbruch aus dem Alltagstrott und der gewohnten Umgebung.

Hier mal ein paar Eindrücke vom Blick aus unserem Zimmer im 34. Stock (direkt auf Gardens by the Bay, den Singapore Flyer und die East Coast):

DSC00581 (Large)

DSC00580 (Large)

DSC00583 (Large)

DSC00577 (Large)

Im Zimmer haben wir uns aber dann nicht lange aufgehalten, sondern sind dann natürlich gleich mal hoch zum Pool. Dort war es sehr voll (ich kann mittlerweile absolut verstehen, warum das Hotel nicht auch noch zu jedem Hotelgast einen oder mehrere weitere Besucher akzeptiert) und man hat den Eindruck, dass der Pool nur dafür gebaut worden ist, damit man „Selfies“ machen kann.

Hier ein paar Eindrücke. Auch Franziska hat es sehr gut gefallen dort oben:

DSC00594 (Large)

DSC00588 (Large)

DSC00661 (Large)

DSC00653 (Large)

DSC00665 (Large)

DSC00591 (Large)

DSC00600 (Large)

DSC00608 (Large)

Was ich sehr erstaunlich fand, war die Tatsache, dass es dort oben auf beinahe 200m wirklich ziemlich frisch war. Also so richtig frisch. Eine dünne Fleecejacke wäre direkt nach dem Bad im Pool gar nicht verkehrt gewesen. Einige der Poolgäste haben dann aufgrund dieser konstanten Brise auch die Sonne unterschätzt (ich diesmal nicht!) und sahen schließlich aus wie Krebse…

Da der Pool bist 23 Uhr geöffnet ist, kann man natürlich auch ein paar sehr spektakuläre Nachtpanorama-Blicke erhaschen, vor allem auf die Marina Bay und den CBD (Central Business District) mit seinen Wolkenkratzern:

DSC00627 (Large)

DSC00621 (Large)

DSC00631 (Large)

DSC00630 (Large)

Fazit:
Klar, sehen diese Bilder spektakulär aus und der Aufenthalt im MBS war sicher ein Erlebnis, allerdings waren wir uns dann zu Hause beide einig, dass man dieses Erlebnis auch anders hätte haben können.

  • Das MBS ist alles in allem ein total unpersönlicher Kasten, ohne Hotel-Lobby und irgendeinen persönlichen Touch. Man weiß eigentlich in diesem Komplex gar nicht, ob man noch in der angegliederten Shopping Mall ist oder schon im Hotel.
  • Der Pool ist schon spektakulär, aber schwimmen kann ma da nicht wirklich. Zu viele Menschen und das Wasser war jetzt auch nicht so sauber, wie ich es eigentlich gerne habe.
  • Die Ausblicke sind schon toll, aber die kann man auch ohne Hotelübernachtung haben (z.B. indem man in der Bar im 55. Stock einen Cocktail trinkt) bzw. gibt es in Singapur auch andere Orte, von denen man einen super Blick auf die Stadt hat.
  • Der Preis für die Übernachtung steht dann letztlich nicht im Verhältnis zu dem, was man bekommt. Unsere Meinung.

Beim nächsten Mal würden wir uns den Stress des Anreisens für eine Nacht (v.a. mit Baby) sparen und das Geld in ein schönes Abendessen investieren, auf ein Glas Wein zur Skybar hochfahren und den Ausblick von dort bestaunen, Fotos machen und zum Schwimmen lieber in unseren eigenen Pool gehen (der ist zwar nicht „Infinity“, hat im Gegensatz zum MBS aber diese blaue Pool-Optik und ist fast immer leer und ohne Touristen aus China, die sich nur den ganzen Tag selbst knipsen).

Andererseits denke ich, dass es nicht schadet, wenn man das MBS mal gesehen hat. Und schließlich war’s ja mein Geburtstagsgeschenk!

Jeder kann sich dann selbst sein Urteil bilden. Ich vermute, man kriegt vor allem während der Woche ganz gute Angebote fürs Übernachten im MBS oder bucht als Package bei Expedia.de oder anderen Anbietern. Alternativ hatte Veronika ja schon im Blog-Artikel über Silvester einmal das Hotel Jen Orchardgateway erwähnt. Das ist sicher auch kein Schnäppchen, aber bietet ähnlich tolle Ausblicke auf die Stadt inkl. Rooftop Pool.

Zur Not haben wir dann ja immer noch auch ein Gästezimmer… 🙂