Jahresrückblick 2015

Nun ist es ja bereits einige Zeit her seit meinem letzten Blogeintrag – seitdem hat sich einiges getan. Das Jahr ist wie im Flug vergangen, was wohl auch an der fehlenden Orientierung durch Jahreszeiten liegt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter ist hier fast gleich 😉

Zunächst mal zum unbestrittenen Hauptdarsteller in unserem Leben – Franzi hat sich dieses Jahr vom Baby zum Kleinkind „ausgewachsen“ und mittlerweile ist nichts mehr vor ihr sicher. Kaum zu glauben, letztes Weihnachten war sie noch ein Krabbelkind! Gut, dass wir keinen Christbaum haben, denn das wäre wahrscheinlich etwas nervenaufreibend. Sie klettert sogar über Kinderschutzgitter und ihr Bettgitter, welches wir dann aus Sicherheitsgründen abmontiert haben. Tagsüber schlafen ist auch nicht ihr Ding, der Mittagsschlaf dauert gerade noch eine bis anderthalb Stunden. Dafür geht sie abends aber auch bereitwillig ins Bett und schläft bis morgens durch. Momentan sind wir meistens vormittags auf einem Spielplatz, nachmittags im Pool oder bei einem sog. Playdate. Ab Februar nächsten Jahres wird sie halbtags einen Montessori-Kindergarten besuchen und dort in der Playgroup hoffentlich nette Spielkameraden haben.

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Dann gab es ja im Februar auch noch einen weiteren „Neuzugang“ in unserer Familie. Beth (Elizabeth) unterstützt uns im Haushalt und passt auf Franzi auf – wir haben mit ihr rückblickend wirklich großes Glück gehabt und sind froh, dass sie bei uns wohnt. Sie ist 49 Jahre jung, kommt von den Philippinen und wir verstehen uns richtig gut mit ihr. Wir haben ja gezielt nach jemand mit mehr Erfahrung (v.a. mit kleinen Kindern) gesucht und man merkt, dass sie Spaß mit Franzi hat. Für Franzi ist sie eine dritte Bezugsperson, wenn die Mama aus dem Haus geht, gibt es beispielsweise keine Tränen. Es ist natürlich auch vor allem aus deutscher Sicht ein wahnsinniger Luxus, so viel Hilfe zu haben und wir versuchen, uns dessen immer bewusst zu sein.

Stefan hat ja hier schon mehrfach von seinen Biketouren in Singapur berichtet. Mittlerweile hat er hier auch keine „Me-Time“ mehr, denn ich habe seit ein paar Wochen nun auch ein neues Rennrad und bin schon ein paar Mal mitgefahren. Und es macht tatsächlich viel Spaß und die Bike-Gang ist auch sehr nett. Eine gute Gelegenheit, was „ohne Kind“ zu unternehmen und neue Ecken von Singapur zu erkunden.

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Bei mir hat es ja trotz intensiver Bemühungen bisher nicht mit einem lokalen Job geklappt, was auf Dauer relativ frustrierend war. Allerdings habe ich nun auch in eine andere Richtung weiter gearbeitet und ein eigenes kleines Unternehmen gegründet – www.sundaykids.sg. Unter diesem Label stelle ich mit Hilfe von zwei Singapurer Damen Kinderwagenauflagen und -Accessoires her, das ist in Singapur meiner Meinung nach eine Marktlücke, da die Kids im Kinderwagen viel schwitzen und die Auflagen der Kinderwagen-Hersteller aus Synthetikstoffen und schlecht waschbar sind. Zusätzlich sind meine Auflagen natürlich auch noch ein Hingucker 😉 Das Business läuft erst seit Oktober und die ersten Monate waren recht vielversprechend, vielleicht ist das also durchaus eine Alternative und außerdem bleibt immer noch Zeit für Ausflüge mit Franzi, denn gearbeitet werden kann auch, wenn sie schon im Bett ist.

Schaut doch mal auf meiner Webseite vorbei, meinem Etsy-Shop oder auf meiner Sunday Kids-Facebook-Seite. Vielleicht verkaufe ich auch bald über die in Deutschland bekanntere Plattform Dawanda, um die deutsche Kundschaft besser zu bedienen.

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Dann hatten wir dieses Jahr auch noch einige Besuche – Stefans Vater, meine Mutter mit meiner Patentante, mein Vater und Regina, Stefans Cousin und einige weitere Freunde waren bei uns, was uns die Gelegenheit gegeben hat, weitere Attraktionen von Singapur zu erkunden und unsere neue Heimat „herzuzeigen“.

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Und im Januar und August waren wir auch in Deutschland – krasse temperaturmäßige Gegensätze, im Januar bei ziemlichen Minusgraden und im August bei ähnlich heißem Wetter wie in Singapur. Den Home Leave im August haben wir sehr genossen – es war fast so, als wären wir nie weggegangen und wir hätten geradewegs in unsere Wohnung in der Steinstraße zurückfahren können.

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Im Herbst gab es dann noch den sogenannten „Haze“, giftigen Rauch durch die Brandrodung von Wald- und Sumpfgebieten in Indonesien, der dieses Jahr besonders schlimm war und über zwei Monate ganz Südostasien geplagt hat. Wir hoffen, dass das nun mit der Regenzeit erledigt ist und dass die Feuer dort unten nicht wieder aufflammen, was die Medien allerdings bereits vorausgesagt haben.

Ansonsten seid Ihr ja durch den Blog einigermaßen auf dem Laufenden, was hier das Jahr über so passiert ist. Unsere Weihnachtsfotos von der Orchard Road sind auch online – so ist Weihnachten eben hier, ein Mix aus Kitsch und Konsum, wie eigentlich überall 😉 Heute werden wir noch ins Krippenspiel mit Franzi gehen, danach gibt es dann das traditionelle Weihnachtsessen von meiner Oma (Sauerkraut und Würstl mit Erbsenpüree), Geschenke und eine Skype-Runde mit den Großeltern. Morgen fliegen wir dann ganz untraditionell nach Koh Samui mit Freunden und deren gleichaltriger Tochter und werden dort noch die restlichen Feiertage und Silvester unter Palmen verbringen.

Auf ein ebenso ereignisreiches Jahr 2016!

Eure Vroni (mit Stefan und Franzi)