Mal wieder richtig rennradln…

Meine (bzw. seit Vronis Wiedereinstieg im Dezember „unsere“) Rennradtouren in Singapur sind relativ monoton: Während der Woche morgens und am Sonntag geht’s entgegen dem Uhrzeigersinn nach Westen, am Samstag wird im Uhrzeigersinn nach Osten zur East Coast gefahren. Die Strecken sind fast immer dieselben. Auf einer Insel, die von Ost nach West 43km und von Nord nach Süd 23km misst, und wo der Verkehr auch nicht gerade mit dem ländlichen Niederbayern zu vergleichen ist, ist das auch nicht allzu verwunderlich. Trotzdem macht es uns immer noch viel Spaß, uns vor allem am Samstag Morgen noch vor dem Frühstück ein bisschen auszupowern.

Hin und wieder muss man aber dann doch mal wieder „richtig“ Rennrad fahren: Ohne Ampeln, richtige Berge und saubere Abfahrten. Daher bin ich am letzten Wochenende nach Thailand, genauer gesagt nach Chiang Mai im Norden Thailands geflogen. Mit drei von meinen Fahrradkumpeln haben wir dort zwei Tagestouren bei einem in Asien sehr renommierten Radreiseanbieter gebucht.

Das schöne an Chiang Mai ist, dass es neben veritablen Bergen auch ein im Vergleich zu Singapur angenehmeres Klima gibt.

Chiang Mai

Ende Januar ist man noch in der „Dry/Cool Season“, also quasi im Winter. Zwar ist es auch tagsüber heiß, aber mit einer viel trockeneren Hitze. Nachts gehen die Temperaturen dann runter bis 15 Grad und morgens ist es so richtig schön frisch. In den Bergen kann es auch tagsüber unter 20 Grad haben. Als Abwechslung zum immergleichen Singapur-Wetter schon sehr nett.

Wir sind dann mit unseren Leihbikes, einem Guide und einem Begleitfahrzeug am ersten Tag ca. 80km rund um Chiang Mai gefahren. Zwar waren bei den „rolling hills“ auch einige knackige Anstiege dabei, aber vor allem die Landschaft und das „Durchatmen“ haben mir an diesem ersten Tag den ein oder anderen Jauchzer entlockt.

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Zum Mittagessen gab’s dann eine Auswahl feinster Thai-Gerichte und drei sensationelle Kuchen (mein Favorit war der Coconut Cake):

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Der Verkehr in Thailand war ganz angenehm. Die Autofahrer vergleichsweise rücksichtsvoll. Nur diese Rowdies mit ihren Elefanten sind immer ein Ärgernis! 🙂

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Am Tag 2 war dann Schluss mit Kindergarten und wir sind auf den Doi Inthanon gefahren, den mit 2.565m höchsten Berg Thailands. Manche sagen, dass der Doi Inthanon zu den 10 anspruchsvollsten Anstiegen ganz Asiens zählt. Sogar mit dem Tour de France-Anstieg nach Alpe d’Huez wird er verglichen – mit dem Hinweis, dass die steilsten Stellen deutlich länger sind als beim Anstieg in den französischen Alpen.

Inthanon-Alpe-dHuez-Comparison
In der Tat ging es dann auch nach leichtem Einrollen schlappe 35km nur bergauf. Insgesamt 2.200 Höhenmeter mussten überwunden werden. Derjenige, der in Singapur zu Trainingswecken nur den 105m hohen Mount Faber zur Verfügung hat, kommt da schnell an seine Grenzen. Aber zum Schluss haben wir es dann alle geschafft. Oben hatte es dann sportliche 17 Grad Lufttemperatur.

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Alles in allem eine sehr schöne Tour und wieder mal hat Thailand mit seiner Mischung aus Landschaft, Essen und Gastfreundlichkeit überzeugt…