Schon wieder Neujahr!

Grad erst den Silvesterkater auskuriert (wobei der aufmerksame Leser jetzt einwenden wird, dass wir doch auf Koh Samui vergleichsweise nüchtern und früh ins Bett gegangen sind) und schon ist wieder ein Neujahrsfest, das gefeiert werden muss. Das Chinese bzw. Lunar New Year. Der Kalender meint es dieses Jahr sehr gut mit uns und beschert uns durch zwei Feiertage am Montag und Dienstag ein langes Wochenende. Zufällig fällt das dieses Jahr auch mit dem Fasching in Deutschland zusammen.

Nach dem Jahr des Pferdes (2014), der Ziege (2015) ist es in den kommenden 12 Monaten das Jahr des Affen.

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Wer sich für die chinesischen Tierkreiszeichen interessiert, findet hier eine schöne Zusammenstellung über die Bedeutungen, Glückszahlen, Karriereaussichten und auch einen Rechner, in dem man sein eigenes Sternzeichen berechnen kann. Ich bin ein Dragon, Veronika ein Rooster und Franziska ein Horse…

Wie immer geht’s natürlich bei den Chinesen um Geld, Reichtum, Erfolg. Alles, was diesem Mammon förderlich ist, wird dann getan – auch wenn es noch so doof erscheint. Ein paar der Bräuche hatte ich letztes Jahr im einem Blog-Beitrag schon erwähnt: die roten Umschläge mit ein paar neuen 2-Dollar-Scheinen, der Frühjahrsputz, das Zurückzahlen der Schulden, etc.

Besonders interessant ist der Brauch, an einem bestimmten Tag, dem Farmers’s Day oder Li Chun am 4. Februar) in einem bestimmten Zeitfenster Geld aufs Konto einzuzahlen. Das bringt dann nämlich angeblich auch Reichtum (ich denke, es sollte letztlich im Idealfall mehr sein als das, was man einzahlt). Da stehen sie dann in langen Schlangen vor dem Bankschalter… Nicht alle Singapurer finden das toll, v.a. nicht diejenigen, die nur selbst schnell Geld abheben wollen.

Leider war das Wetter am langen Wochenende sehr schlecht, da wir immer noch in der Regenzeit sind. Wir waren trotzdem am Tag 1 von Chinese New Year beim sog. River Hongbao, einem seit 1986 stattfindenen Chinese New Year-Festival an der Marina Bay und am Singapore River. Eine Nachbarin von uns, die am Vorabend schon dort war, hat es „Chinesen-Kirmes“ genannt. Eigentich trifft es das ganz gut. Neben ein paar Attraktionen für Kinder und mehreren Bühnen mit Musikdarbietungen gibt es dann natürlich (Singapur!) auch eine sehr gelungene Food Street mit Essen aus allen Teilen Asiens. Richtig schön wird es nach Einbruch der Dunkelheit, wenn alles bunt beleuchtet ist. Und über allem wacht der übergroße Fortune God…

Hier ein paar Eindrücke:

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Wir wünschen Euch in guter alter Marc Zuckerberg-Manier ebenfalls Gong Xi Fa Cai oder ein gutes neues Jahr! Franziska heißt aber weiterhin mit zweitem Namen Maria und kriegt keinen chinesischen Vornamen…