Gong Xi Fa Cai

Oder Happy Chinese New Year!

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Nachdem Silvester gerade erst mal 1 1/2 Monate her ist, steht uns mit Chinese New Year (oder CNY) gleich das nächste Jahreswechselfest ins Haus. Das Jahr der Ziege hat begonnen und das Jahr des Pferdes geht zu Ende.

Heute und morgen sind offiziell Feiertage. Büros, viele Geschäfte, die chinesischen Essensstände in den Hawker Centers und viele Restaurants, die von Chinesen geführt werden, sind das ganze lange Wochenende über geschlossen und die Singapurer fressen sich von einem Verwandtenbesuch zum nächsten durch. Das ist ein Besuchsmarathon, der gestern Abend mit dem ersten „Reunion Dinner“ begonnen hat. Das gute daran (im Vergleich zu Mainland China) ist, dass die Anreisewege im Stadtstaat Singapur zu den Verwandten dann nicht ganz so weit sind…

Zum Neujahrsfest schenkt man Kindern und Unverheirateten (aber auch der Chef den Mitarbeitern) kleine rote Umschläg mit druckfrischen Geldscheinen (sogenannte Hong Baos oder je nach Dialekt Ang Paos oder Ang Pows). Wichtig ist dabei, dass die „richtige“ Anzahl an Singapur Dollar-Noten verschenkt wird. Nicht, weil es dem Beschenkten auf die Höhe des Geschenks ankommt (wobei, das sicher auch), sondern weil die verschiedenen Zahlen wiederum unterschiedliche Bedeutungen haben: 4 Dollar geht zum Beispiel gar nicht, weil das Unglück bringt. 6 Dollar ist schon besser. 8 Dollar ist perfekt! Das geht alles immer darauf zurück, wie die Aussprache der jeweiligen Zahl in Mandarin oder anderen chinesischen Dialekten klingt (die Zahl 4 klingt zum Beispiel in verschiedenen chinesischen Dialekten wie das Wort „Tod“ und ist daher ganz schlecht). Wer sich da mal schlau machen möchte, findet hier einen ganz netten Wikipedia-Artikel dazu.

Die Hong Bao-Banknoten müssen neu oder fast neu sein. Keine zerknitterten Hosentaschen-Scheine! Diese Scheine bekommt man entweder direkt bei der Bank (viel Spaß beim Anstehen!) oder an extra für diese Tradition aufgestellten Geldautomaten. Ich selbst habe dort auch 100 Dollar in 2 Dollar-Noten gezogen. Für die lieben Kollegen. Was man nicht so alles mitmacht…

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Neben den Hong Baos gibt es noch eine ganze Reihe weitere Traditionen zu Chinese New Year. Hier mal ein kleiner Abriss:

  • Cleaning home before the start of the New Year: Before the holiday begins, families clean their houses to get rid of any ill-fortune associated with the past year and make room for welcoming good luck.
  • Using fireworks: Lighting firecrackers is a major custom performed to scare off evil spirits and celebrate the coming of the New Year.
    (Das ist in Singapur natürlich verboten!)
  • Mandarin oranges: The practice of giving Mandarin oranges is also a symbol of good luck. They are exchanged in two’s among friends and families, relating to the Chinese saying that „good things come in pairs“.
  • Wear something red: The colour red is considered to be the ultimate luck bringer at this time of year. Red envelopes with money are given to children and unmarried people.
  • No gifting clocks: Watches or time pieces are avoided because they symbolise time is running out or end of relationships.
  • Avoid using sharp objects: Using knives or scissors are avoided as they may cut off fortune.
  • No ghost stories: Children and adults are not allowed to tell ghost stories, as they relate to death and negative energy.
  • Don’t wear black: Black clothing is avoided as it relates to death and mourning.
  • No washing hair: Chinese people believe that it is important not to wash their hair on the first day of the new year as it may wash away one’s luck.
  • Pay all your debts: Some believe that not paying off debts ahead of the new year may result in ending the year the same way. Lending money is also discouraged as it may mean that the person will be lending money throughout the year.
So, ich muss jetzt weiter, Hausputz steht an und die leidigen Schulden müssen abgearbeitet werden… Guten Rutsch!