Einbrecher und Mietnomaden

Singapur ist sicher. Keine Frage. Nachts sind bei uns viele Fenster und die Balkontür geöffnet. Vor ein paar Tagen wurden wir aber dann von einem Eindringling überrascht, der es anscheinend auf unseren Fernseher abgesehen hatte:

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Nachdem wir vor ein paar Monaten im MacRitchie Reservoir schon einmal eine Schlange gesehen haben, kam uns diese jetzt ein bisschen näher. Anscheinend handelt es sich um eine Paradise Tree Snake, die über den Baum vor unserem Balkon hoch- und dann über die Balkontür ins Wohnzimmer geschlichen ist. Damit sich der Kollege nicht allzu sehr breitmacht und nicht auch noch das Fernsehprogramm bestimmen möchte, musste dann Pest Control gerufen werden. Die haben die Natter dann eingefangen und werden sie angeblich in den Zoo bringen…

Auf deutsch heißen die Teile übrigens Schmuckbaumnattern. Sie sind zwar giftig, aber das Gift ist für den Menschen relativ ungefährlich. Die Schmuckbaumnattern heißen auch „fliegende Schlangen“, weil sie von Baum zu Baum gleiten können.

Hier ein sehr beeindruckendes Video:

 

Roooooaaaaarrrr! An evening at the Singapore GP

Dieses Wochenende ist Formel 1 in Singapur. Normalerweise mach ich mir aus diesem Sport nichts, aber wenn das Rennen hier in Singapur stattfindet, kommt man nicht so wirklich dran vorbei. Für den Freitag Abend habe ich uns dann relativ spontan zwei Tickets besorgt – einfach, um ein bisschen etwas von der Atmosphäre dieses Ereignisses mitzbekommen.

Ein Stadtrennen gibt es ja mit Monaco schon seit den 1950er Jahren, aber ein Nachtrennen in der Stadt ist dann schon irgendwie eine krasse Idee. Seit 2008 gibt es den Großen Preis von Singapur. Die ca. 5k lange Strecke führt mitten durch den Colonial District und die Marina Bay. Die Kulisse stimmt damit natürlich absolut – auch wenn der Haze (wir haben berichtet) dieses Jahr den Veranstaltern und auch den Fahrern im Vorfeld Kopfschmerzen verursacht hatte.

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Noch schöner, wie zentral das hier veranstaltet wird sieht man auf dieser Google Maps-Karte (Vergleich in etwa: Vom Marienplatz über das Isartor und den Altstadtring über das Sendlinger Tor zum Stachus und dann über die Brienner Straße und den Odeonsplatz wieder zum Marienplatz. Coole Idee eigentlich…):

Unsere Karten waren „Zone 4 Walkabout“-Karten. Also Stehplatz. Auf der Karte unten ist das der grüne Bereich. Dieselben Karten hatten wir 2009 bei der zweiten Auflage des Grand Prix, als wir damals in Singapur im Urlaub waren.

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Am Freitag Abend gab es dann ab 18 Uhr zwei Trainingseinheiten und dazwischen ein Qualifying vom Porsche Carrera Cup. Da müsste man sich natürlich dann ein bisschen auskennen und den Kommentator verfolgen. Wir sind einfach nur ein wenig gebummelt und haben uns treiben lassen. Ein paar Fotos haben wir geschossen, aber es ist wirklich schwierig, diese verflixten Formel 1-Autos zu erwischen:

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Im Vergleich zu 2008 ist uns vor allem aufgefallen, dass die Motoren nicht mehr so krass laut sind. Seit 2014 sind andere Motoren im Einsatz, was die „echten“ Fans bis heute wurmt. Ich muss allerdings sagen, dass der Sound heute deutlich angenehmer ist: Immer noch laut genug, um die Atmosphäre eines Autorennens zu transportieren, aber man muss jetzt nicht auch 300m abseits der Strecke noch mit Oropax rumlaufen wie damals.

Der Singapore GP ist dann auch sehr beliebt wegen seines Entertainment-Programms: Freitag war Pharrell Williams der Haupt-Act, Samstag Maroon 5 und am Renntag heizen dann die Opas von Bon Jovi dem Rennpublikum ein. Zwischen den zwei Trainings haben wir noch dem Konzert von Jimmy Cliff auf einer Nebenbühne gelauscht:

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Um 23:15 Uhr ging dann das Konzert von Pharrell Williams los. Ich bin zwar kein wirklicher Fan dieser Musik, aber das war schon eine sehr „groovige“ Sache.

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Alles in allem ein sehr netter Freitag Abend. Und für umgerechnet 42 EUR pro Karte ist dann das Preis-Leistungs-Verhältnis schon enorm. Wer allerdings heute beim Rennen am Schluss auf dem Treppchen steht, ist mir weiterhin egal…

O’zapft is! (Teil 2)

Da heute das Münchner Oktoberfest eröffnet worden ist, haben wir ein paar unserer deutschen Exil-Freunde eingeladen, um das Ereignis dahoam ebenso in Singapur zu feiern – mit Obazda, Brezn, Schweinebraten, Knödel, Krautsalat, Weißbier und Augustiner (OK, als Nachspeise gab’s selbstgemachtes Tiramisu, aber man kann ja nicht alles haben….). Hier ein paar Eindrücke:

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O’zapft is! (Teil 1)

Im August waren wir ja bereits auf dem Straubinger Volksfest „im Bierzelt-Einsatz“ und meine Lederhose hat mittlerweile die Welt schon ein paar Mal umrundet (entfernungstechnisch gesehen): Zuerst hatte ich sie im Umzugscontainer nach Singapur verschifft. Dann habe ich mir doch Sorgen gemacht, weil hier bei der hohen Luftfeuchtigkeit auch mal Sachen anschimmeln können und die Hose bei einer meiner Dienstreisen nach München wieder daheim eingemottet. Jetzt bei unserem Rückflug nach Singapur im August habe ich sie dann spontan wieder eingepackt. Mit gutem Grund.

Wie in vielen Städten in der Welt gibt es nämlich auch in Singapur diverse Oktoberfestveranstaltungen. Teilweise als separate Partyevents organisiert, teilweise von den diversen bayerischen Lokalen in Singapur veranstaltet: z.B. von Paulaner oder von der Restaurantkette Brotzeit. Der Bierpreis dabei steht auf Grund der Verteufelung von Alkohol in Singapur dem in München in nichts nach bzw. übersteigt diesen sogar noch.

Ich durfte letzte Woche dem Oktoberfest vom Swiss Club beiwohnen, anscheinend seit Jahren ein Klassiker:

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Vier Tage lang kann man hier relativ gut bayrisch essen (all you can eat und im Ticketpreis inbegriffen) und Erdinger Weißbier aus Halbliterkrügen trinken (der einzige Kritikpunkt hinsichtlich Authentizität). Wer keine Lust aufs ständige Nachbestellen hat kann eine 3,5 Liter Abfüllvorrichtung (mir fällt kein besseres Wort ein) bestellen, aus der man sich dann selbständig nachzapfen kann.

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Ich hatte eine Karte für Freitag über Infineon bekommen. Freitags ist nämlich der Sponsorentag, wo natürlich hauptsächlich deutsche Firmen engagiert sind. Gefeiert wird selbstverständlich in einem richtigen Bierzelt, das auf dem Sportplatz vom Swiss Club aufgebaut ist und 2000 Personen Platz bietet – selbstverständlich klimatisiert, denn ohne Klimaanlage geht es natürlich in Singapur nicht (wo kämen wir denn da hin!). Da musste ich sofort an unseren letzten Volksfestbesuch im August denken, wo wir bei 36 Grad auch Aircon brauchen hätten können. Los ging’s abends um 19 Uhr. Es waren natürlich viele „Langnasen“ da (viele davon auch in Tracht), aber auch viele Asiaten. Eigentlich eine ganz gute Mischung.

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Neben dem Essen ist eine Halbe Bier im Preis inbegriffen, den Nachschub muss man dann mit Coupons bezahlen. Um 20 Uhr wurde dann – wie jeden Tag – „angezapft“ (bezeichnet als „Traditional Barrel Opening Ceremony“). Das hat am Freitag dann mal schnell der Deutsche Botschafter in Singapur erledigt. Ich konnte zwar nicht genau erkennen, wie viele Schläge er benötigt hat, aber es war anscheinend ganz anständig. Nach dem Essen (wirklich gut!) wurde es dann auch relativ schnell zünftiger: Der Asiate verträgt halt nicht so viel und steht dann umso schneller auf den Bänken. Der Niederbayer muss dann halt mitmachen – ob er will oder nicht. Die Stimmung war sehr gut, die Infineon-Crew (wir waren so ca. 30 Leute) ist auch recht gut abgegangen…

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Vor allem die Band war sehr gut. Zuerst wurde natürlich „Oompah“-Musik gespielt (die Klischees müssen ja erfüllt werden), aber dann gab’s eigentlich eher die übliche Partymusik: „Er gehört zu mir“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und … „Atemlos“, logisch. Vieles auf deutsch. Ich musste natürlich alles mitsingen und war dementsprechend gegen Ende nicht nur gut angeheitert, sondern auch ziemlich heiser.

Besonders bei den Asiaten kam dann eine kleine interkulturelle Einlage der Band ausgesprochen positiv an: Die Sängerin hat ein in Asien anscheinend sehr bekanntes Schnulzen-Lied auf kantonesisch gesungen. Kantonesisch verstehen viele Singapurer zwar genausowenig wie ich (da sie Mandarin sprechen), aber es ging sofort ein Raunen durch den Saal und Handys wurden gezückt, um die Einlage gleich auf Video festzuhalten. Eines davon hat es auch auf Youtube geschafft:

Alles in allem hat mir dieser Abend sehr gut gefallen. So gut, dass ich am nächsten Tag erst Mal bis 16 Uhr im Bett bleiben musste, um alles auch mental richtig „verarbeiten“ zu können. Puuuuh!

Swiss Club, nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

 

Schnuck – Der Bademeister

Der kleine Schnuck hat sich mittlerweile zu einer richtigen Wasserratte entwickelt und genießt seine beinahe täglichen Pool-Ausflüge.

Grund genug, um die Fortschritte mal im Video festzuhalten (Musik: Dendemann – Endlich Nichtschwimmer, Die Pfütze des Eisbergs, 2006):

[vimeo 139221217 w=580&h=280]

 

Nachtrag:
Wegen weiterhin andauerndem GEMA- und Youtube-Zwist bei Videos mit urheberrechtlich geschützter Musik habe ich das Video bei Vimeo.com gehostet. Bei Youtube gäbe es in Deutschland leider nur diesen Schirm hier zu sehen:

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Haze – bei uns herrscht dicke Luft

Singapur ist ja bekanntermaßen eine saubere Stadt: Man sieht wenig Müll auf der Straße, keine Zigarettenstummel am Boden, keiner spuckt auf den Boden (wie in China) und generell hat man den Eindruck, dass der Singapurer seine Stadt ganz gut sauber hält. Das gilt aber nicht für die Luft, die der Wind nach Singapur von außen hineinbläst.

Bisher hat man von Luftverschmutzung auch wenig gemerkt. Sicher trägt der doch recht heftige Verkehr dazu bei, dass es wie in vielen Metropolen eine gewisse Grund-Luftverschmutzung gibt. Wir haben in jedem Zimmer einen Deckenventilator und den muss man z.B. alle paar Wochen von einer spürbaren, schwarzen Staubschicht befreien. Aber alles in allem ist die Luft hier sauber und man schaut kopfschüttelnd nach China, wo das Problem ja teilweise schon überhand nimmt.

Aber regelmäßig im Sommer bzw. Spätsommer und mal stärker, mal schwächer gibt es dieses lästige Phänomen namens Haze. Da kommt der Dreck eben von außen und zwar in Form von Smog infolge unkontrollierter Brände und Brandrodungen in den Nachbarländern. Vor allem in Indonesien werden illegal Wälder brandgerodet, um dann im Anschluss bestehende Palmöl-Plantagen ausbauen zu können. Das ist zwar alles verboten, aber in Singapur glaubt keiner, dass die Regierung in den Nachbarländern da wirklich hart durchgreift.

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Wenn der Wind dann schlecht steht bzw. es auch im indonesischen Teil Borneos brennt und Singapur quasi „in die Zange genommen“ wird, dann wird es hier richtig eklig. Die Luft riecht verbrannt, manche Leute haben Probleme mit den Augen und Schleimhäuten generell, die Sonne kommt nicht mehr richtig durch und körperliche oder sportliche Aktivitäten im Freien werden ungesund.

Die Skyline sieht dann aus wie an einem verregneten Schlechtwettertag, wobei es eigentlich weit und breit keine Wolke am Himmel gibt (was man aber natürlich nicht sieht).

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Hier ungefähr dieselbe Aufnahme ohne Haze:

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Abends fühlt man sich wie an einem Herbsttag in Deutschland, wenn dort ein leicht nebliger Schleier in der Luft liegt.

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Zur Zeit ist es recht heftig und die Leute reden über nichts anderes. Jeder verfolgt auf diversen Webseiten und Apps, wie sich die entsprechenden Werte entwickeln. Allen voran der Air Quality Index (AQI), der mit dem sog. PM2.5-Wert misst, wieviel Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer in der Luft sind. Das sind anscheinend auch die gefährlichen Teilchen, weil diese in der Lunge verbleiben. Ich habe daher aktuell auch meine Fahrradaktivitäten stark eingeschränkt. Teilweise werden die Fahrten ab bestimmten PM2.5-Werten auch vorher abgesagt. Einige wenige „Harte“ fahren trotzdem…

Aktuell liegt der PM2.5-Wert über 120, was schon als „ungesund“ bezeichnet wird. An normalen Tagen ohne Haze liegt er immer um die 50 bis 70. Gestern Nacht lag das Maximum bei über 200!

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Zum Vergleich: Hier der aktuelle Vergleichswert für München:

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Das ist natürlich ein krasser Unterschied. Aber nichts gegen die Werte aktuell in China:

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Im Endeffekt kann man auch als Einzelner nichts tun: Generell hofft man, dass die indonesischen Behörden die Feuer in den Griff bekommen und löschen, dass der Wind etwas dreht und die Suppe woanders hinweht und dass es auch hier in Singapur mal ordentlich regnet (was es seit über einer Woche nicht mehr getan hat). Sport treibt man am besten drinnen und nutzt die Zeit, um z.B. sein Fahrrad wieder mal zu putzen.

Wenn es schlimmer werden sollte (z.B. muss es 2013 noch deutlich heftiger gewesen sein), dann haben wir uns mit ein paar N95-Masken eingedeckt, die wenigstens den groben Rotz von einem fernhalten. Aktuell sieht man bereits einige Leute auf der Straße mit solchen Masken, aber noch geht es.

N95

Aber im Endeffekt kann man eben nur abwarten – oder das ganze ein wenig mit Humor nehmen:

Home Leave

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Auf Heimaturlaub bei den Großeltern in Deutschland! München/Taufkirchen, Kenzingen und Oberschneiding. Von morgen bis Mitte August. Ganze 3 Wochen.

Wer sich mal mit mir treffen möchte, kann meine Eltern ja mal spontan anrufen:

Mama: 0173-3686359
Papa: 0176-22003420

Oder Ihr chattet die einfach auf Whatsapp an. Die starren eh den ganzen Tag in ihre Smartphones…

Also, schönen Urlaub!

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Eure Franzi

Update von Franzi

Franzi hat eine Musik-CD mit deutschen Kinderliedern geschenkt bekommen und findet sie ziemlich gut!

Wir haben ihr übrigens diese Dance-Moves nicht vorgemacht, die Choreografie hat sie sich ganz allein ausgedacht.

Franziskas Erster Geburtstag

Franzi ist ja mittlerweile stolze 1!!! Jahre alt und der erste Geburtstag wurde natürlich auch ein bisschen gefeiert!

DSC01104Alles da: Kuchen, Geschenke, Blümchen, Kerze… Nur die Hauptperson fehlt noch.

Da ist sie!

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Das ist aber interessant… man würde es gerne anfassen! Happy Birthday, Schnuck!

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Franzi isst Geburtstags“kuchen“ (Bananenmuffin. Wir versuchen, den Zucker noch von ihr fernzuhalten. Klappt immer weniger gut).

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Beim Geschenke-Auspacken muss die Mama noch helfen. Auch beim Vorlesen der Geburtstagskarte von Oma.

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DSC01145Eine Sortierrolle von Oma. Kommt gut an! (Stichwort „Das Runde muss ins Eckige!“).

DSC01158Das Geburtstags-Outfit.

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(Für die Muttis gab es auch was.)

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Parteyyy! Mit Franzi & Friends.

Insgesamt ganz schön anstrengend, so ein Geburtstag! Franzi war abends erledigt und die Eltern auch. Mal sehen, wie das die nächsten 10-12 Jahre so ablaufen wird…

 

Bollywood Veggies

Neulich waren haben wir mal einen Ausflug in das „andere“ Singapur gemacht, in das vergleichsweise ländliche. Das lockt woanders vermutlich keinen hinterm Ofen hervor, aber wenn man in einem Stadtstaat lebt, der unheimlich dicht besiedelt ist, findet man ein bisschen unberührtes Grün doch schon sehr nett.

Im Nordwesten der Insel gibt es diesen Streifen namens Kranji mit verschiedenen Farmen, die Gemüse anbauen, Frösche und Fische züchten. Auch eine Ziegenfarm ist dabei, wo man täglich beim Melken zuschauen kann. Und sogar eine Krokodilfarm. Die Bauern dort haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen, organisieren hin und wieder einen gemeinsamen Markt und sorgen dafür, dass man mit einem Shuttlebus in diesen relativ schlecht angebundenen Teil Singapurs fahren kann.

Die bekanntest Farm in Kranji ist wohl Bollywood Veggies. Auf ihrer Webseite und auf einem nicht zu übersehenden Schild am Eingang nennen sie sich ganz bescheiden „Paradise on Earth“. Das ist vielleicht etwas hochgegriffen, aber nett ist es dort schon. Und man kann auch gut und gesund dort essen (weil nur selbstangebautes Gemüse verkocht wird).

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Bisher bin ich an Kranji und Bollywood Veggies immer nur auf meinen Rennradtouren vorbeigefahren. Diesmal haben wir uns ganz bewusst an einem Sonntagmorgen dafür Zeit genommen. Leider war das Wetter nicht ganz auf unserer Seite, aber gleich nach unserer Ankunft konnten wir uns noch trockenen Fußes einer geführten Tour anschließen, wo sie dem Städter erzählen, wo das Gemüse herkommt. Wobei das auch für ein Landei wie mich schon interessant ist: Wer hat schon mal einen Mangobaum gesehen? Wer weiß, wie Avocados wachsen? Wie Chilis angebaut werden? Papaya?

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Vor allem Franzisa hat sich im „Paradies auf Erden“ austoben können. Und eine Singapurer Omi hat sie gleich so ins Herz geschlossen, dass wir sie ein paar Minuten für Fotos mit ihrer Family „ausleihen“ mussten. Ein neues Geschäftsmodell für uns?

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Als dann der Regen kam, haben wir uns gemütlich unters Dach verzogen und uns kulinarisch die Zeit bis zur Abfahrt des nächsten Shuttlebus vertrieben.

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Und einen Sinnspruch haben wir dann auch noch mitgenommen aus dem „Paradies“:

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